Shetland Sheepdog ----- Ein Traumhund für jedermann

Der Ursprung

 

Nördlich von Schottland liegen die Shetlandinseln. Das Klima ist rau, mit viel Niederschlag und stürmischen Winden. Die Inseln sind wenig besiedelt. Die frühere Bevölkerung waren Bauern, die in bescheidenen Verhältnissen von der Schafzucht lebten. Auch die Tierhaltung war dem Klima und den "mageren" Verhältnissen angepaßt, wie die bekannten Shetlandponys. Auch die Toonie Dogs, die Arbeitshunde der Inselbewohner waren klein, robust, "sparsam im Verbrauch". Sie mußten vielseitig Aufgaben übernehmen und Leistungsfähigkeit ging vor Schönheit. Aufgrund der Kontakte zum schottischen Festland und dem Umgang mit Fischern und Walfängern wurden im Laufe der Zeit Collies, Islandspitze u.ä. eingekreuzt, was das äußere Erscheinungsbild der kleinen Hunde zwar veränderte, ihre charakterlichen Eigenschaften aber blieben erhalten.

Die ursprünglichen Shelties hatten wohl eher Ähnlichkeit mit Border Collies, aber je hübscher und optisch niedlicher der kleine Hund wurde, um so größer wurde das Interesse auch außerhalb der Inseln und die Bauern konnten ihr Budget durch Hundezucht noch verbessern.

 

 

 

Allgemeines Erscheinungsbild

 

Kleiner, langhaariger Arbeitshund von großer Schönheit, frei von Plumpheit und Grobheit. Umrisslinie symmetrisch, sodass kein Teil unproportioniert erscheint. Das üppige Haarkleid, die üppige Mähne und Halskrause und ein schön geformert Kopf mit einem lieblichen Ausdruck verbinden sich zum idealen Erscheinungsbild.

 

Charakteristika

 

Wachsam, sanft, intelligent, kräftig und lebhaft.

 

Kopf und Schädel

 

Kopf edel, von oben oder von der Seite gesehen wie ein langer stumpfer Keil, der sich von den Ohren zur Nase hin verjüngt. Die Breite des Schädels steht im richtien Verhältnis zur Länge von Schädel und Fang. Das Ganze muß in Anbetracht der Größe des Hundes bewertet werden. Schädel flach, mäßig breit zwischen den Ohren, ohne dass das Hinterhauptbein hervorragt. Wangen flach, glatt in den gut gerundeten Fang übergehend. Schädel und Fang gleich lang. Teilungspunkt ist der innere Augenwinkel. Oberlinie des Schädels verläuft parallel zur Oberlinie des Fangs, mit leichtem aber deutlich erkennbarem Stopp. Nase, Lefzen und Lidränder schwarz. Der charakteristische Ausdruck ergibt sich durch die vollkommene Harmonie in der Verbindung von Schädel und Vorgesicht, durch Form, Farbe und Platzierung der Augen und durch die richtig angesetzten und korrekt getragenen Ohren.

 

Fang/Gebiss

 

Kiefer ebenmäßig, glatt geschnitten, kräftig, mit gut entwickeltem Unterkiefer. Lippen fest geschlossen. Zähne gesund mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherenbiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen. Ein vollständiger Satz von 42 richtig plazierten Zähnen ist höchst wünschenswert.

 

Augen

 

Mittelgroß, schräg eingesetzt, mandelförmig. Dunkelbraun, außer bei den Merles, wo ein oder beide Augen blau oder blau gesprenkelt sein dürfen.

 

Ohren

 

Klein und am Ansatz mäßig breit, auf dem Schädel ziemlich eng zusammenstehend. Im Ruhezustand werden sie zurückgelegt getragen, im aufmerksamen Zustand werden sie nach vorn gebracht und halb aufrecht, mit nach vorn kippenden Spitzen getragen.

 

Hals

 

Muskulös, gut gebogen, von ausreichender Länge, um eine stolze Kopfhaltung zu ermöglichen.

 

Vorhand.

 

Schultern sehr gut zurückliegend. Am Widerrist nur durch die Wirbel getrennt, liegen die Schulterblätter dann schräg nach außen, um der gewünschten Wölbung der Rippen Platz zu bieten. Schultergelenke gut gewinkelt. Oberarm und Schulterblatt ungefähr gleich lang. Abstand vom Boden zu den Ellenbogen gleich dem Abstang von Ellenbogen zu Widerrist. Vorderläufe von vorn gesehen gerade, muskulös und ebenmäßig geformt, mit kräftigen Knochen. Vordermittelfuß kräftig und geschmeidig.

 

Körper

 

Geringfügig länger von Schultergelenk zu den Sitzbeinhöckern als die Widerristhöhe. Brust tief, bis zu den Ellenbogen hinabreichend. Rippen gut gewölbt, in der unteren Hälfte schmal zusammenlaufen, um den Vorderläufen und den Schultern eine freie Bewegung zu ermöglichen. Rücken gerade, mit einer anmutigen Rundung über der Lendenpartie. Kruppe allmählich nach hinten abfallend.

 

Hinterhand

 

Schenkel breit und muskulös, Schenkelknochen im rechten Winkel im Becken eingesetzt. Kniegelenk mit deutlicher Winkelung, Sprunggelenk gut geformt und gewinkelt, tief stehend, mit kräftigen Knochen. Hintermittelfuß von hingen gesehen gerade.

 

Pfoten

 

Oval, mit gut gepolsterten Sohlen, Zehen gewölbt und geschlossen.

 

Rute

 

Tief angesetzt. Die  zur Spitze hin dünner werdenden Wirbelknochen reichen bis zu den Sprunggelenken, reichlich mit Haar bedeckt und mit einem leichten Aufwärtsschwung. Sie darf in der Bewegung leicht erhoben werden, aber niemals über die Rückenlinie hinaus. Auf keinen Fall geknickt.

 

Gangart/Bewegung

 

Geschmeidig, fließend und anmutig, mit Schub aus der Hinterhand, dabei größtmögliche Distanz bei geringster Anstrengung zurücklegend. Passgang, kreuzende oder wiegende Gangart ohne steife, stelzende Auf- und Abwärtsbewegung sind höchst unerwünscht.  

 

Haarkleid

 

Doppelt, das äußere Deckhaar besteht aus langen, hartem und geradem Haar. Unterwolle weich, kurz und dicht. Mähne und Halskrause sehr üppig. Vorderläufe gut befedert. Hinterläufe oberhalb der Sprunggelenke stark, unterhalb ziemlich kurz/glatt behaart. Das Gesicht kurz-/glatthaarig. Kurzhaarige Exemplare sind höchst unerwünscht.

 

Farbe

 

Zobelfarben, Reinfarben oder in Schattierungen von hellem Gold bis zum satten Mahagoni, wobei dei Schattierung kräftig getönt sein soll. Wolfsfarbe und Grau sind unerwünscht.

Tricolur: Tiefschwarz am Körper, vorzugsweise mit satten lohfarbenen Abzeichen.

Blue-Merle: Klares silbriges Blau, mit schwarzer Sprenkelung und Marmorierung. Satte lohfarbenen Abzeichen werden bevorzugt. Ihr Fehlen wird nicht bestraft. Große schwarze Flächen, schiefergrauer oder rostfarbener Anflug, sowohl im Deckhaar, wie auch in der Unterwolle, sind höchst unerwünscht. Der Gesamteindruck muss von Blau gepräft sein.

Schwarz-Weiß und Schwaz mit Loh sind ebenfalls anerkannte Farben. Weiße Abzeichen dürfen (außer bei Schwarz mit Loh) als Blesse, am Halskragen, an der Brust, an der Halskrause, an den Läufen und an der Spitze der Rute vorhanden sein. Das Vorhandensein all dieser oder einiger weißer Abzeichen soll bevorzugt werden (außer bei Schwarz mit Loh) das Fehlen dieser Abzeichen soll nicht bestraft werden. Weiße Flecken sind höchst unerwünscht.

 

Größe

 

Ideale Widerristhöhe: Rüden 37 cm, Hündinnen: 35,5 cm. Eine Abweichung um mehr als 2,5 cm über oder unter diese Maße ist höchst unerwünscht.

 

 

Anmerkung

 

Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.